Männerprojekt

Die Radabdeckung vorne

Die 90er Jahre und die große Masse an Verkleidungen. Ein klarer Trend zu dieser Zeit. Zu meinem Gesamtkonzept gehört auch eine reduzierte Optik der vorderen Radabdeckung.

Nichts leichter als das, dachte ich mir und hatte schon einen Plan im Kopf wie ich es anstelle. Der Dremel lag schon bereit.

|| Durch das viele surfen im Netz hatte ich mittlerweile eine recht klare Vorstellung wie es aussehen soll. Sportlich geschnitten aber dabei nicht zu Racermäßig. Also wieder einmal mehr eine gesunde Mischung zwischen Sportlichkeit und Relaxing. Auch hier bin ich natürlich einmal aufs Neue angewiesen an die originale Konstruktion meiner Kawa. Also ran an den nächsten Teilabschnitt und das Vorderrad ausbauen damit ich an die Schrauben für die Radabdeckung ran komme, die auf der Unterseite, innen angebracht sind.

Aha! Ein Innensechskant, ziemlich groß und nichts das man üblicherweise in seinem Standardwerkzeug hat. Nicht mal ich als alter Handwerker aus der Mechanik und dem Schreinerhandwerk. Also los, einmal mehr, zum Baumarkt und die nötigen Nüsse besorgen. 

Bevor ich jedoch das Vorderrad ausbaue, brauche ich eine ungefähre Vorstellung wie meine Pläne am Bike wirken. Mit einem Edding und Klebeband habe ich also meine Ideen einfach auf den Lack gemalt und geklebt. So bekam ich eine gute Vorstellung wie die Proportionen wirken. Allerdings ist es am Ende tatsächlich abhängig von der Unterkonstruktion. Also, Vorderrad raus und schauen welche Möglichkeiten ich dann wirklich habe.

Eine weitere Frage stand im Raum, wie ich beide Seiten möglichst gleich mit dem Dremel zuschneiden kann. Es soll ja symmetrisch gleich sein – für mich selbstverständlich aber auch logischerweise für die TÜV-Abnahme.

Meine ersten Pläne waren, mit einem Maßband aus dem Nähkasten meiner Frau die Maße von der einen Seite auf die andere zu übertragen. Proportionen, Abstände, Rundungen… alles nicht so einfach. Dies hat sich nicht als praktisch erwiesen. Dann hatte ich die Idee mit einer Schablone zu arbeiten.

| Eine Schablone aus Papier da die flexibel ist und sich einigermaßen „verbiegen“ lässt. Gut! Wie fange ich an? Für eine Schablone brauche ich eine Referenzform. Also habe ich mir wieder einmal mit dem Edding eine Form so wie ich sie mir vorstelle auf dem Lack aufgemalt. Einmal mehr mit dem Augenmerk auf die Querstreben und Stabilisatoren unter dem offensichtlichen Form. So bin war ich also eine bestimmte Vorgabe und Form gebunden. Aber das passte soweit im großen und ganzen mit meinen Wünschen überein.

Nach dem also meine Skizzen auf dem Lack soweit fertig waren, habe ich meinen Dremel geschnappt und angefangen das gute Stück in Form zu schneiden. Soweit fertig nun noch kleine Ausbesserungen schleifen und die Kanten brechen – die Grundform steht!

Jetzt heißt es die Papierschablone exakt mittig aufkleben und auf der frisch zugeschnitten Seite hinunter klappen. Mit Tesafilm in der korrekten Form verkleben und im Anschluss die zuvor zugeschnittene Form der Radabdeckung aus der Papierschablone nachschneiden. Nachdem das vollbracht ist, habe ich nun die Schablone vorsichtig auf die andere Seite umgestülpt und die Gleichheit der Proportionen kontrolliert. Die Abstände nachgemessen und nachdem alles passte, habe ich die übertragene Form mit dem Edding nachgemalt.

Nachdem der Edding seinen vollen Dienst getan hat und die Form übertragen wurde, habe ich mit dem Dremel nun die andere Seite ausgeschnitten. Auch hier  noch nachgearbeitet mit schleifen und kanten brechen, und voila, die vordere Radabdeckung ist fertig. Die nächsten Schritte sind schleifen, primern, füllern und lackieren.