Der Traum
Ein Wunsch in meinem Kopf, der eigentlich nie ganz weg war. Nur überlagert von anderen Dingen. Wichtigeren Dingen. Oder Gründe, die es nicht möglich machten.
Immer wieder schwappte das Gefühl der Geschwindigkeit und der Freiheit auf einem Bike hoch, der Blick huschte dort hin wo ein Motorradfahrer in der Ferne das Gas aufriss und die Erinnerungen an Früher Bilder in meinem Kopf abspielten.
|| Schon immer hatte ich den Gedanken an ein Motorrad in mir. Nicht umsonst habe ich mir damals, von meiner Schwester, das Motorrad für 2 Sommer geliehen. Sie brauchte es in dieser Zeit nicht.
Sie hatte sich genau die gleiche Maschine gekauft, wie ich sie damals hatte: eine Kawasaki GPZ 500 S. Nur war die Kawa meiner Schwester grün und meine blau.
Damals, ja… 1988 – eine tolle Zeit!
1988 war ich 18 und ich habe mit dem Autoführerschein auch gleich meinen Motorradführerschein gemacht. 1989 habe ich mir dann auch ein Motorrad gekauft. Ja, genau die besagte Kawasaki GPZ 500 S in blau/weiß. Sie war gedrosselt, da ich als Fahranfänger damals nur max. 49 PS fahren durfte. Und ich habe sie mir beim Kauf, sie war niegel nagel neu, umbauen lassen. Sie bekam einen lässigen Sportlenker und eine 4in1-Auspuffanlage. Sie war einfach genial…
Da meine damalige Freundin ein Auto hatte, reichte mir es, nur ein Motorrad zu haben. Meine Kawa war mein tägliches Fahrzeug. Auch den Weg zur Arbeit habe ich mit ihr gemacht.
Ich habe es geliebt auf meiner „Kiste“ zu sitzen, Gas zu geben und mit einem unbeschreiblichen Freiheitsgefühl über die Landstraßen zu heizen.
Es war für mich völlig klar, sobald ich den „großen Führerschein“ machn konnte, werde ich das tun und mir eine größere Maschine kaufen. Eine größere deswegen, weil die 500er damals nicht „aufgebohrt“ werden konnte und ich somit nicht in den Genuss in mehr ccm und PS kommen konnte. Also musste nach bestandener Prüfung eine neue her.
Durch Zufall habe ich eine gebrauchte ZZR600 angeboten bekommen. Ebenfalls eine Kawasaki. Schon immer hat mich die Marke Kawasaki angesprochen. Zudem hatten wir damals im Ort in dem ich wohnte einen großen Kawa-Händler, der auch noch sehr kompetent war und einen super Service hatte.
Der Händler meines Vertrauens!
Also war es nur naheliegend, mir wieder eine Kawasaki zu kaufen. Auch diese hatte damals meine Lieblingsfarbe blau, und ich habe mich sofort in dieses Motorrad verliebt.
GESEHEN – VERLIEBT – GEKAUFT
Na nun, jetzt hatte ich zwei Motorräder in der Tiefgarage stehen – sah sehr gut aus! Nun ging es daran, die 500er zu verkaufen, dass mir auch nach kurzer Zeit gelang. Den Führerschein hatte ich in der Tasche und konnte jetzt das erste mal meine „neue“ 600er fahren.
Nach einer sehr wilden Zeit, drei Unfällen von denen zwei sehr klimpflich ausgingen und bei denen ich nicht schuld war, wurde mir nach mehreren „Zeichen“ meine schöne blaue ZZR600 vor der Haustüre gestohlen.
Erstes Zeichen: Ein recht schwerer Unfall im Sudelfeld, der Gott sei Dank für mich mit nur leichten Blessuren aber für meine schöne ZZR mit einem Totalschaden ausging.
Zweites Zweichen: Nachdem ich, unvernünftigerweise, meine ZZR wieder reparieren habe lassen, hat mir in München auf dem Bavaria-Ring ein Auto die Vorfahrt genommen und mich hart zum Stirz gebracht inclusive einer Segeleinlage quer über das Auto. Ich: kopfschüttelnd auf der anderen Seite mit nach kurzer Zeit wieder einem kaputtem Morrad, Kawa: erneut ab in die Werkstatt.
Drittes Zeichen: Nachdem ich also meine Maschine erneut reparieren habe lassen, hat es nicht lange gedauert und mir wurde das Motorrad vor der Haustüre gestohlen.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir schon gedacht, welchen Sinn das alles wohl haben wird? Habe mir schon überlegt mit dem Motorradfahren aufzuhören, da dies sicher Zeichen sind. Bevor etwas vielleicht schlimmes passiert.
Ein paar Wochen später war meine Freundin Schwanger.
Seit dem bin ich nicht mehr Motorrad gefahren. Ausser die beiden kurzen Sommer in denen ich die grüne GPZ meiner Schwester geliehen hatte. Trotzdem habe ich den Gedanken an ein Motorrad nie ganz los gelassen. Denn es war schon immer eine Leidenschaft von mir. Durch die Vernuft bzgl. der Gefahr und das fehlende Kleingeld für ein Motorrad und das dazu nötige Equipment, habe ich diese Leidenschaft nicht wieder zum Leben erweckt.
Der Traum lebt!
Mein Name ist
Thomas,
schön, dass du dich für meinen Blog und mein Projekt interessierst.
Das Projekt startete im Okt 2020 und musste leider ab Jan 2023 einen langen Stillstand erleiden. Erst seid Mitte 2025 ist der Umbau wieder aktiv und das Ende in Sichtweite.